
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
„Im magischen Spiegel“: Griechenland-Darstellungen in der Reiseliteratur der Moderne (Gerhart Hauptmann, Erhart Kästner, Wolfgang Koeppen)
Im 20. Jahrhundert dient Griechenland nach wie vor als zentraler Projektionsraum deutscher Befindlichkeiten. Dabei kommt der Reiseliteratur besondere Bedeutung zu. Der Beitrag zeichnet anhand von drei wesentlichen Stationen – Gerhart Hauptmanns vitalistischem Griechischen Frühling (1908), Erhart Kästners Propagandatext Griechenland. Ein Buch aus dem Kriege (1942) und Wolfgang Koeppens skeptischem Blick auf philhellenische Traditionen in dem Reiseessay Die Erben von Salamis oder Die ernsten Griechen (1962) die Entwicklungslinien des Genres in der Moderne nach und arbeitet heraus, wie die genannten Autoren in ihren Reiseberichten das Verhältnis von griechischer Antike, modernem Griechenland und ihrer wahrnehmungsleitenden Vorprägung ausmitteln. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Missbrauch philhellenischer Ideale im Nationalsozialismus.
Ο φιλελληνισμός ως έκφραση φυγής, αισθητικής και διανόησης: το παράδειγμα της αυτοκράτειρας Ελισάβετ της Αυστρίας
Ιδιαίτερα την τελευταία δεκαετία της πολυδιάστατης ζωής της αυτοκράτειρας, η Ελλάδα κατείχε ιδιαίτερη θέση στην καρδιά της. Στόχος της παρούσας ερευνητικής συμβολής ήταν να συσχετίσει το ρεύμα του φιλελληνισμού με το πρόσωπο της Ελισάβετ και την εξέλιξη της προσωπικότητάς της. Στα ποιήματά της, στα ταξίδια της, στην εκμάθηση της γλώσσας και εξίσου στη σχέση της με μεγάλους Έλληνες διανοούμενους των τελών του 19ου αιώνα, γνωρίζουμε για πρώτη φορά την αυτοκράτειρα ως προσωπικότητα με βάση τις πρόσφατες πηγές και ανακαλύπτουμε τη βαθιά ανθρωπιά της, η οποία αγνοείται εδώ και καιρό από τα βιβλία και τις ταινίες.
μετάφραση από τα γερμανικά: Ιφιγένεια Παπούλη
Artikel im Fokus
Klaus-Dieter Sommer
Klaus Dieter Sommer (1935–1996) war ein deutscher Lektor und Schriftsteller, der sich zwischen 1967 und 1972 als Nachdichter an mehreren ostdeutschen Sammlungen neugriechischer Lyrik beteiligte.Jeorjios S. Konstantopoulos
Promotion Jeorjios S. Konstantopoulos (1919-;) war von 1938 bis 1943 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche FakultätDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
