
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
Wilhelm Müller und die deutschen Philhellenismen
Der vorliegende Essay unternimmt den Versuch, die Vielgestaltigkeit und teilweise widersprüchlichen Ausdrucksformen des deutschen Philhellenismus zur Zeit des griechischen Unabhängigkeitskrieges anhand des Lebens- und Schaffensweges eines maßgeblichen deutschen „Philhellenen der Feder“ zu beleuchten. Der heute vor allem als Autor der Winterreise bekannte Wilhelm Müller erwarb sich seinen Beinamen als „Griechen-Müller“ sowohl durch seine flammenden Griechenlieder wie durch seine philhellenische Berichterstattung und die Übersetzung neugriechischer Volkslieder. Er partizipierte aber auch am deutschen Byronismus und versuchte sich daran, den poetischen Weltschmerz des britischen Dichters und dessen Tod in Griechenland für seine eigene Feder produktiv zu machen. Die verschiedenen Aspekte von Müllers philhellenischem Denken und Handeln wurden im Rahmen seiner klassisch-philologischen Ausbildung, seiner politischen Sozialisation während der deutschen Befreiungskriege und im Zuge der anschließenden Restaurationszeit, seiner griechisch-italienischen Reiseerfahrungen und seiner romantischen Ansichten über Griechenland, das griechische Volksleben und die griechische Volksliteratur kontextualisiert. In diesem Zusammenhang wurde zum einen Müllers Verbundenheit mit bekannten philhellenischen Denkfiguren wie der Kontinuität der Antike im neugriechischen Volksleben und der Wiedergeburt der griechischen Nation im Kampf um ihre politische Unabhängigkeit, zum anderen deren Transgression im Rahmen von Müllers Byron-Rezeption und seinem konsequenten Eintreten für den Eigenwert der lebendigen Gegenwart aufgezeigt. Am Ende dieser Untersuchung steht eine Betrachtung über Müllers Nachleben in der deutsch-griechischen Erinnerung an den Philhellenismus und dessen Protagonisten, ein bislang noch wenig bearbeiteter Themenkomplex, der der zukünftigen Forschung ein interessantes Arbeitsfeld eröffnet.
Η ενθρόνιση ως λογοτεχνικό γεγονός: Το δραματικό ποίημα Παρελθόν και Μέλλον του Νέπομουκ φον Πόισλ (Nepomuk von Poißl) και η αντίδραση του Λούντβιχ Μπέρνε (Ludwig Börne)
Η ενθρόνιση του Όθωνα συζητείται εδώ με βάση δύο κείμενα: το εξιδανικευτικό αλληγορικό θεατρικό έργο του Νέπομουκ φον Πόισλ (Nepomuk von Poißl) Παρελθόν και Μέλλον και τη σαρκαστική κριτική του Λούντβιχ Μπέρνε (Ludwig Börne) στις Επιστολές από το Παρίσι. Στον Πόισλ η ενθρόνιση παρουσιάζεται ως η αποκορύφωση του φιλελληνισμού του βασιλιά της Βαυαρίας, ως προσφορά βοήθειας προς έναν λαό ο οποίος χάρη στο ένδοξο παρελθόν του, αλλά επειδή διατήρησε τη χριστιανική του πίστη, κρίθηκε άξιος μιας τέτοιας βοήθειας. Ο Όθωνας παρουσιάζεται ως σωτήρας, ενώ παράλληλα διαδραματίζεται επί σκηνής η αποκατάσταση λαού και τοπίου. Ο Μπέρνε σχολιάζει με καυστικό σαρκασμό τα λυρικά ξεσπάσματα του Πόισλ και εξαγγέλλει σ’ ένα γκροτέσκο όραμα το τέλος του «βαυαρο-ρωσο-αγγλο-γαλλο-ελληνικού κράτους». Η ένταξη της συγκεκριμένης κριτικής του Μπέρνε στα ευρύτερα συμφραζόμενα του έργου του προβάλλει το ιδεολογικό του πρόσημο και εφιστά την προσοχή στις σοβαρές αιτιάσεις που κρύβονται πίσω από τα σαρκαστικά αυτά σχόλια. Καθίσταται έτσι σαφές ότι ο Μπέρνε δράττεται αυτής της ευκαιρίας όχι μόνο για να εκφράσει τον σκεπτικισμό του απέναντι στον ενθουσιασμό του βασιλιά της Βαυαρίας για την Ελλάδα, αλλά και την απογοήτευση του φιλελεύθερου διανοούμενου για την εγκαθίδρυση ενός βαυαρικού βασιλείου στην Ελλάδα, την οποία αντιλαμβάνεται ως την επιβολή των συμφερόντων των μεγάλων δυνάμεων της Ευρώπης και της παλινορθωτικής τους ατζέντας.
Μετάφραση από τα Γερμανικά: Αντώνης Οικονόμου
Artikel im Fokus
Βίλχελμ Λάνγκε
Ο Βίλχελμ Λάνγκε (Wilhelm Lange, 1849–1907) έχει μείνει γνωστός ως γερμανός μεταφραστής από τα αγγλικά, τα ρώσικα και ταΘανάσης Γεωργίου
Ο Θανάσης (Αθανάσιος) Γεωργίου (1914–2014) ήταν Έλληνας δημοσιογράφος, μεταφραστής και κομματικό στέλεχος, ο οποDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
