Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Auf intellektuellen Pfaden im Reich der Töne: Nikolaos Chalikiopoulos Mantzaros und seine philosophisch fundamentierte Musikauffassung

Bis vor relativ kurzer Zeit präsentierte sich das kompositorische Schaffen von Nikolaos Chalikiopoulos Mantzaros (1795-1872) als schwierig zu erklärender Fall: Während das Schaffen seiner jungen Jahre ein dynamischer Aufbruch in vollem Einklang mit dem allgemeinen Entwicklungsgeschehen in Europa kennzeichnet, ist sein Komponieren seit den 1830er Jahren vom Kontrapunkt, und hier besonders von der Fugenform bestimmt – Formen und Verfahren, die zu dieser Zeit als „akademisch“ und „steril“ galten. Doch das Denken, mit dem sich Mantzaros dem Idealismus und anderen philosophischen Strömungen außerhalb des italienischen Raums anschloss, und die Nachverfolgung der Art und Weise, wie sie der Komponist im damaligen Kulturraum der Ionischen Inseln für sich interpretierte, scheinen das „Problem Mantzaros“ hinreichend zu lösen. Mantzaros verschaffte sich seinen Zugang zum Wesen der Musik auf rein philosophischen Pfaden, auf welchen Hegels Thesen überragende Bedeutung zukam. Kritisch stand er „romantischen Überzogenheiten“ gegenüber, die von Komponisten herrührten, die seinem Dafürhalten nach das philosophische Denken Hegels und Schellings missverstanden hatten, obwohl sie sich auf deren Namen beriefen. Im Rahmen dieser Gegebenheiten erweist sich Mantzaros als ein Glied mehr in der Kette der Rezeption des Idealismus und anderer philosophischer Strömungen auf den Ionischen Inseln. Darüber hinaus scheint die Bedeutung der Ideen Hegels in Mantzaros’ reifen Jahren viel zum Verständnis der dichterischen Reifezeit von Solomos beitragen zu können.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Εθνικός Διχασμός και Προπαγάνδα: Εικόνες του γερμανού εχθρού (1917–1918)

Το παρόν άρθρο παρουσιάζει πτυχές των ελληνογερμανικών και ελληνοαγγλικών διασταυρώσεων σε μια κομβική περίοδο της ελληνικής πολιτικής ιστορίας επιχειρώντας να αποτυπώσει την αλληλεπίδραση γεωπολιτικών, εθνικών και περιφερειακών παραγόντων στο πεδίο της προπαγάνδας κατά τον Α΄ Παγκόσμιο Πόλεμο. Ειδικότερα, επισκοπεί τις βασικές διαστάσεις της βρετανικής αντιγερμανικής προπαγάνδας στην ελληνική επικράτεια την περίοδο 1917–1918, εστιάζοντας σε μια σειρά έγγραφων αναφορών των βρετανικών προξενικών αρχών της Πάτρας, καθώς και σε αναλύσεις της βρετανικής πρεσβείας. Παράλληλα, αναλύει τις στάσεις μερίδας του τοπικού τύπου προκειμένου να ανασυνθέσει το πλαίσιο εντός του οποίου διεξάγεται η μάχη της προπαγάνδας στην ελληνική δημόσια σφαίρα. Η έμφαση στο μικρο-επίπεδο μιας σημαντικής πόλης της λεγόμενης παλαιάς Ελλάδας μας επιτρέπει να αντιληφθούμε την αποτύπωση διαφορετικών ρεπερτορίων προπαγανδιστικής δράσης, καθώς και τη διαδικασία κατασκευής συλλογικών ταυτοτήτων (εθνικών και παραταξιακών).

Artikel im Fokus

Γκούσταβ ΣβαμπΟ Γκούσταβ Σβαμπ (Gustav Schwab, 1792–1850), ιερέας, καθηγητής δευτεροβάθμιας εκπαίδευσης και συγγραφέας, διαμόρφωσε μέ
Panajotis NassoufisPromotion und Habilitation Panajotis Nassoufis (1910-;) war von 1937 bis 1944 als Promotionsstudent und als Habilitationsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Medizinisc

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.