
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
„Die Missgunst ist eine schwierige Kunst“: ein Rückblick auf die Vergangenheit der deutsch-griechischen Verflechtungen im imaginären Athen des Jahres 2015
„Warum wollen Sie denn ständig in dieses Land kommen, Sie, die Tobias und Thomas und Tonis“, fragt auf einer Bank sitzend der „Meister“ in Dimitris Eleftherakis‘ Roman (Die schwierige Kunst, 2015) immer wieder, „in dem verdreckten Sträßchen zwischen dem Museum und dem Polytechnikum“, im Athen des Jahres 2015 mit „diesen klassischen, veredelten Fassaden der Theophil Hansens, der Ludwig Langes und der Ernst Zillers, ja der Leo von Klenzes“. Der Ausgangspunkt für diese erzählerische Entfaltung einer Krise der Erinnerung und der Herkunft ist das gestörte Bild einer neoklassizistischen Fassade: ein Graffito im März 2015 an der Wand des Polytechnikums, einem für das neugriechische kollektive Gedächtnis in mehrfacher Hinsicht wichtigen Ort. Bei dem Versuch, „Griechenland als schwierige Kunst“ (oder sogar als schwieriges Erbe) zu deuten (vielleicht auch zu entschuldigen), bietet der Meister mit „Blick in den Spiegel“ widersprüchliche Erklärungen und versucht, die Verwirrung zu überwinden, die „diese hellenisierten Namen“ auf den Straßenschildern bei ihm hervorrufen. Unter anderem spricht er auch mit der Stimme von Alexander Soutsos gegen die Bayernherrschaft. Der Essay versucht, diese Erinnerung an ein bestimmtes kulturelles Archiv der deutsch-griechischen Verflechtungen anhand von textlichen und baulichen Denkmälern nachzuzeichnen und zu interpretieren.
Ελληνογερμανικές σχέσεις στη φυλετική ανθρωπολογία (1866–1950)
Το δοκίμιο αυτό φωτίζει τις ελληνογερμανικές ανθρωπολογικές διασταυρώσεις στην περίοδο που συμπίπτει με την καθιέρωση και τη λειτουργία των βασικών ανθρωπολογικών θεσμών στην Ελλάδα: του Ανθρωπολογικού Μουσείου (1886), της Ελληνικής Ανθρωπολογικής Εταιρίας (1924), της Πανεπιστημιακής έδρας Φυσικής Ανθρωπολογίας (1925), καθώς και της κατάργησής της (1950). Ιδιαίτερη βαρύτητα προσδίδει το δοκίμιο στις ελληνογερμανικές ανθρωπολογικές συναντήσεις κατά τη διάρκεια των τελευταίων χρόνων της Δημοκρατίας της Βαϊμάρης, της ανόδου του εθνικοσοσιαλιστικού καθεστώτος και του Β΄ Παγκσμίου Πολέμου. Μέσα σε αυτό το ιστορικό περιβάλλον, στη γερμανική ανθρωπολογία, καθώς και στην εθνικοσοσιαλιστική φυλετική επιστήμη, κυριαρχούσε η ιδέα μιας υποτιθέμενης βορειογερμανικής φυλής, ενώ στο πλαίσιο του ίδιου λόγου προσγράφηκε στους σύγχρονους Έλληνες πολιτισμική και φυλετική κατωτερότητα. Ο Ιωάννης Κούμαρης, ο σπουδαιότερος έλληνας ανθρωπολόγος και επικεφαλής όλων των ανθρωπολογικών ακαδημαϊκών φορέων (1925–1950), βρέθηκε αντιμέτωπος με ένα δίλλημα, προσπαθώντας να συνδυάσει τη συγγένειά του με την γερμανική ανθρωπολογία και φυλετική επιστήμη με τον ελληνικό του πατριωτισμό. Ποια ήταν τα όρια αυτής της αμφιλεγόμενης στάσης κατά τη διάρκεια του Β΄ Παγκοσμίου Πολέμου, της κατοχής της Ελλάδας από τη Βέρμαχτ και τον διωγμό των Εβραίων; Ποιες ήταν οι συνέπειες της εμμονής του να ορίσει την «ελληνική φυλή», χρησιμοποιώντας εθνικοσοσιαλιστικής έμπνευσης φυλετικές επιστημονικές έννοιες, για το δικό του ακαδημαϊκό κεφάλαιο αλλά και τους ανθρωπολογικούς θεσμούς που διηύθυνε;
Μετάφραση από τα Γερμανικά: Αντώνης Οικονόμου
Artikel im Fokus
Christian Müller
Christian Müller (1790–1851) war ein deutscher Jurist, Privatgelehrter, Schriftsteller und Übersetzer, der in den 1820er Jahren als griechisch-deutscher Vermittler auftrat. Im Sommer 1821 uΦριτς Μπεμ
Ο Φρίντριχ Βίλχελμ Βίκτωρ «Φριτς» Μπεμ (1880-1943) ήταν Γερμανός κλασικός φιλόλογος, παιδαγωγός και λαογράφος, ο ÎDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
