Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Η εισβολή της Βέρμαχτ στην Ελλάδα (Απρίλιος–Μάιος 1941)

Η εισβολή της Βέρμαχτ σε ελληνικό έδαφος στο πλαίσιο του Β΄ Παγκοσμίου Πολέμου –και η επακόλουθη ναζιστική κατοχή– αποτελεί τη μεγαλύτερη ρήξη στις παραδοσιακά καλές σχέσεις Ελλάδας και Γερμανίας στη νεότερη ιστορία. Τις σχέσεις αυτές (κυρίως οικονομικές και πολιτιστικές) είχε προσπαθήσει να διατηρήσει το καθεστώς Μεταξά μέχρι τις παραμονές του πολέμου, προκειμένου να αποφύγει μία πολεμική αναμέτρηση με το Τρίτο Ράιχ, χωρίς ωστόσο να τίθεται εν αμφιβόλω η συμπόρευση της χώρας σε επίπεδο εξωτερικής πολιτικής με τη Βρετανία. Η παρέμβαση του Χίτλερ με τις επιχειρήσεις «Μαρίτα» και «Ερμής», την ώρα που πρωταρχικό του μέλημα ήταν η επίθεση στη Σοβιετική Ένωση, είχε σκοπό όχι μόνον να σώσει την τιμή του Άξονα στην Ελλάδα, μετά την ήττα των Ιταλών, αλλά και να ανακόψει τους Βρετανούς που ήθελαν να κρατήσουν υπό τον έλεγχό τους την Κρήτη. Τα στρατηγικά σχέδια της ναζιστικής Γερμανίας επέβαλαν την εξασφάλιση της ευρύτερης περιοχής, πριν την έναρξη της επιχείρησης «Μπαρμπαρόσα». Η εμπλοκή στα Βαλκάνια και ιδιαίτερα στη «Μάχη της Ελλάδας» πολυάριθμων επίλεκτων μονάδων, που κανονικά προορίζονταν για το ανατολικό μέτωπο, και η πέραν του αναμενόμενου σκληρή αντίσταση που συνάντησαν οι γερμανικές δυνάμεις από ελληνικής πλευράς, καθώς και οι απώλειες που είχαν κατά τη «Μάχη των Οχυρών» και στη «Μάχη της Κρήτης», όχι μόνον επέβαλαν την καθυστερημένη έναρξη της γερμανικής επίθεσης κατά της Σοβιετικής Ένωσης, αλλά διατάραξαν το στρατηγικό σχεδιασμό της ναζιστικής ηγεσίας. Η τεκμηρίωση αντλεί στοιχεία από τα επίσημα γερμανικά στρατιωτικά αρχεία, αντίγραφα των οποίων διαθέτει το Κέντρο Ερεύνης της Ιστορίας του Νεωτέρου Ελληνισμού (ΚΕΙΝΕ) της Ακαδημίας Αθηνών, συμπεριλαμβάνοντάς τα στις συλλογές του με την κωδική ονομασία German Seized Records (G.S.R.). Παράλληλα, έχουν ληφθεί υπόψη οι σχετικές δημοσιευμένες πηγές της Διεύθυνσης Ιστορίας Στρατού (ΓΕΣ/ΔΙΣ), διαδικτυακές πρωτογενείς πηγές, καθώς και η εξαντλητική βιβλιογραφία της περιόδου.

Die Chemie in Griechenland und das deutsche Vorbild (1860–1904)

Das 19. Jahrhundert war der Zeitraum, in dem die Chemie ihre Autonomie als wissenschaftliches Fach errang sowie die Mehrzahl ihrer fundamentalen Werkzeuge und Begriffe. In dieser Zeit wurden die chemischen Entdeckungen zu Instrumenten des Nationalstolzes. Französische, deutsche und englische Chemiker drohten mit den Fortschritten in den Nachbarstaaten als Schreckgespenst, um die Finanzierung nationaler chemischer Forschung zu erlangen, aber auch um die Bedeutung der Chemie ganz allgemein zu betonen. Trotz grundlegender Entdeckungen britischer, schwedischer und russischer Wissenschaftler taten sich Deutschland und Frankreich ab 1780 als die „Großmächte“ der Chemie hervor. Im griechischsprachigen Raum tritt die Chemie schon vor der Gründung des griechischen Staates durch die Bewegung der Neugriechischen Aufklärung hervor. Nach ihrer Gründung umfasst die Universität Athen auch die Lehre der Chemie, was auch für das Polytechnikum und die Militärakademien gilt. Die 1860er Jahre markieren einen Einschnitt bei der Institutionalisierung der Chemie im Lande. Eine neue Generation von Chemikern, mit Anastassios Christomanos als Hauptvertreter, modernisiert die Chemie in Griechenland. Bei diesem Vorhaben spielt das deutsche Vorbild eine bedeutende Rolle. Die griechischen Chemiker hatten in ihrer überwältigenden Mehrheit in Deutschland studiert, benutzten deutsche Literatur und Terminologie und bezogen sich in ihren öffentlichen Reden auf deutsche Beispiele. Die vorliegende Arbeit geht dem Einfluss nach, den die deutsche chemische und wissenschaftliche Praxis bei der Institutionalisierung der Chemie in Griechenland ab 1860 ausgeübt hat, bis etwa zur Autonomisierung der Physikalisch-Mathematischen Fakultät der Athener Universität im Jahre 1904. Zu diesem Zweck werden zunächst die Studien und das Werkverzeichnis der griechischen Chemiker erörtert, die an der Universität Athen, am Polytechnikum und an den Militärakademien lehrten. Spezialisierte Wissenschaftler wie zum Beispiel Anastassios Christomanos (1841–1906), Othon Roussopoulos (1855–1922) und Anastassios Damverjis (1857–1920) verfolgten unterschiedliche, aber parallele Wege. Anschließend wird die Produktion von Lehrbüchern und Fachartikeln im griechischen Raum geprüft. Schließlich werden öffentliche Wortmeldungen der griechischen Chemiker jener Zeit und die exemplarische Rolle der deutschen Chemie und Wissenschaft untersucht.

Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm

Artikel im Fokus

Panos Aravantinos
Richard Franz KreutelRichard Franz Kreutel (1916–1981) war ein österreichischer Osmanist und Diplomat, der im Zuge seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auch griechische Quellen auswertete, übersetzte und herausgab. D

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.